Jugendschutz

Noch niemand kann hier mitmachen. Das ist der Plan.

Skriza ist nicht öffentlich. Man kommt nur mit einem persönlich vergebenen Zugang hinein, und jede Bewerbung liest ein Mensch. Das bleibt so, bis die Dinge stehen, die junge Nutzerinnen und Nutzer schützen sollen – und nicht bis zu einem Starttermin, den wir vorher angekündigt haben.

Woran wir arbeiten, in dieser Reihenfolge

Der Reihe nach, weil eines auf dem anderen aufbaut. Erledigtes lässt sich nachprüfen; alles andere steht hier, damit man uns daran messen kann.

  1. Meldeweg mit Begründung: Wer eine Maßnahme abbekommt, erfährt den Grund, ob dabei Automatik im Spiel war und worauf sie sich stützt (DSA Art. 16 und 17).

  2. Profilbilder laufen durch eine automatische Inhaltsprüfung. Beanstandete Bilder sieht ein Mensch an, bevor sie irgendwo erscheinen.

  3. Löschfristen für Moderationsdaten, täglich durchgesetzt von einem Job – nicht von einem guten Vorsatz.

  4. Altersfeststellung. Eine Selbstauskunft genügt nicht; die EU-Kommission sagt das in ihren Leitlinien vom 14. Juli 2025 ausdrücklich. Wir binden den EU-Blueprint zur geräteseitigen Prüfung an, später die EUDI-Wallet, die jeder Mitgliedstaat bis zum 6. Dezember 2026 anbieten muss.

  5. Konten unter 16 werden rezeptiv: lesen, ansehen, lernen – kein Profilbild, keine öffentlichen Beiträge, keine Direktnachrichten. Durchgesetzt auf dem Server, nicht durch ausgeblendete Schaltflächen.

  6. Elternkontrollen für Inhalte, Kontakte und Zeit, entwickelt mit Eltern und Pädagogen.

  7. Jugendschutzbeauftragter nach § 7 JMStV und anwaltliche Freigabe der Datenschutz-Folgenabschätzung. Beides vor der Öffnung, nicht danach.

Warum die Reihenfolge das Produkt ist

Die üblichen Schlagzeilen über Plattformen und Minderjährige haben eine gemeinsame Vorgeschichte: erst starten, wachsen, Geld verdienen – und den Schutz nachrüsten, wenn es nicht mehr anders geht. Wir haben keinen Grund anzunehmen, dass wir klüger sind als die Leute, denen das passiert ist. Also drehen wir die Reihenfolge um und nehmen den langsameren Weg in Kauf.

Was Kinder hier können sollen

Lesen, ansehen, lernen. Kein Profilbild, kein öffentliches Profil, keine Direktnachrichten. Das ist strenger als das, was die EU verlangt – und es hat einen unangenehm praktischen Grund: Ein Konto, das fast nichts erzeugt, braucht kaum Einwilligungen. Damit entfällt der Nachweis elterlicher Zustimmung, an dem größere Anbieter regelmäßig scheitern, weil er sich schlicht nicht zuverlässig führen lässt.

Was rechtlich für uns gilt – und was nicht

Art. 28 DSA regelt den Schutz Minderjähriger. Für Kleinstunternehmen wie uns gilt er nach Art. 19 DSA nicht. Wir halten uns trotzdem an die Leitlinien der Kommission dazu. Was uns dagegen ohne jede Ausnahme bindet, ist Art. 8 DSGVO: Unter 16 braucht es in Deutschland die Zustimmung der Eltern. Wir schreiben das hin, weil eine Plattform, die eine Pflicht behauptet, die sie gar nicht hat, bei der ersten Nachfrage auffällt.

Werbung

Es gibt auf Skriza keine Werbung. Wenn es sie gibt, wird sie geprüft und Minderjährigen nie angezeigt: kein Profiling, keine manipulativen Formate, keine als Spiel getarnten Lootbox-Mechaniken. Das ist eine Festlegung für den Start, keine Beschreibung von etwas, das läuft.

Kein Sucht-Engineering

Keine Streaks, die Pausen bestrafen, keine Zahl, die sinkt, wenn man einen Tag nicht da war. Der Feed ist heute chronologisch. Die Sortierung, die wir bauen, belohnt Beiträge, über die diskutiert wird, statt Beiträge, die nur gesehen werden – die Formel steht öffentlich auf unserer Ranking-Seite.

Daten

Datenminimierung, keine Tracking-Profile, Hosting in der EU, und eine Löschung, die löscht. Ehrlich dazu: Heute können wir nicht feststellen, wer minderjährig ist. Genau deshalb ist die Plattform zu.

Woran ihr uns festhalten könnt

  • Wir öffnen nicht, bevor Altersfeststellung und Elternkontrollen stehen – auch nicht, wenn der Zeitpunkt geschäftlich ungünstig ist.
  • Keine Werbung an Kinder. Kein Profiling Minderjähriger. Auch nicht später, auch nicht in abgeschwächter Form.
  • Was wir noch nicht können, steht auf dieser Seite und auf unserer Statusseite – nicht im Kleingedruckten.
  • Jede Moderationsentscheidung wird begründet, protokolliert und von einem Menschen getroffen.
  • Der Betreiber ist eine namentlich benannte Person mit Anschrift im Impressum, kein Postfach.